Und weiter geht es…

Wir haben zuerst das ganze Unkraut zurückgeschnitten (ein elektrischer Rasentrimmer ist ne gute Sache!) und danach von einem Bauer aus der Familie mit einem Traktor (an dem eine Schneidevorrichtung angebracht war) drüberfahren lassen. Hier nochmal „Danke“ an Max! Je nach Untergrund kann mann hier überlegen, ob es eventuell ausreicht etwas „grubben“ (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Grubber) zu lassen; beu uns musste ein großer Teil mit der Schaufel am Traktor „abgeschoben“ werden, da 10 Jahre ohne jegliche Bearbeitung des Grundstücks seine Spur hinterlässt. Wer keinen Traktor hat sollte sich beim örtlichen Bauern „um die Ecke“ trauen zu fragen, denn viele Menschen sind hilfsbereit und wie es bei uns heißt (nach der Frage was wir schuldig sind): „Mir tringge mol ähner zusamme, dann passt des!“   😉

Größeres Schnittgut (Sträucher etc.) haben wir mit einem elektrischen Hächsler klein gemacht und direkt wieder auf dem Grundstück verteilt – oder an die Familie abgegeben, denn es war genug da. Die Geräte sind mittlerweile billig und gut – alternativ kann man sich solche Geräte auch beim örtlichen Baumarkt anmieten.

Die obigen Arbeiten haben wir natürlich erst kurz vor dem Auffüllen gemacht, da es sonst natürlich zu erneuter Keimbildung beim Unkraut kommt…

Grund woher nehmen? Natürlich ist es jederzeit möglich beim nächsten Baustoffhändler oder sonstigen Firmen sich den Grund zu „kaufen“, allerdings haben wir uns dazu entschieden, die Augen offen zu halten (wir haben es ja nicht eilig und kein Zeitdruck) und nach Grund „zu schauen“. Einfach mal bei neuen Baugebieten, Baustellen oder sonstige Orte an denen größere Mengen Grund bewegt werden vorbeifahren und fragen! Viele (Bau-)Firmen müssen den Grund gegen Bezahlung „entsorgen“ lassen. Daher sind viele Firmen froh, jemanden helfen zu können und selbst etwas Geld für Entsorgung zu sparen. So „wäscht“ eine Hand die andere und beide Seiten haben etwas davon… Auf jeden Fall sollte man darauf achten, welche Qualität das Füllgut hat! Lättenboden oder andere Schlechte Erde sollte man sich natürlich nicht aufs Grundstück kippen lassen! Wir haben normale, steinfreie Erde bekommen – oben drauf kommt dann noch Muttererde. Bei einem halben Meter auf das ganze Grundstück macht es auch keinen Sinn nur Muttererde anfahren zu lassen – die günstigere Erde ist da völlig ausreichend. Immer beachten: Füllhöhe! Bei einem Keller z.B. fällt noch jede Menge Erde an! Diese mit einplanen. Wir haben mal grob für die Bodenplatte einen Meter Tiefe eingplant (Beton, Kies, etc.).

Die Zufahrt zum Grundstück war ja bereits gemacht, aber wie man auf dem Bild sehen kann, sind vor unserem Grundstück rote, rechteckige Steine verlegt – da hatte der LKW-Fahrer dann doch etwas „Bauchweh“ mehrmals mit seinem 30-Tonner drüber zu fahren. Dies bestätigte mir dann auch das Bauamt auf Nachfrage – Gott-sei-dank gehen die Pflastersteine nur bis ca. 2/3 vom Grundstück – der Rest ist eine normale geteerte Straße. So wurde bei einer Vor-Ort-Begehung festgelegt, dass die Verfüllung nur von der geteerten Straßenseite her starten kann und mit weniger als 30 Tonnen (Ladefläche wurde nicht voll ausgenutzt, um das Gewicht und somit die Belastung der Straße zu verringern). Daher musste ich die linke Seite des Grundstücks noch öffnen, damit der LKW dann dort seine Zufahrt hat.

Hinweis: da unser Bordstein schon sehr nach unten gedrückt war, haben wir zur Beweisaufnahme vorher Bilder gemacht. Mit einer langen Alu-Wasserwaage lies sich das ganz gut dokumentieren, dass die Absenkungen am Bordstein bereits vor der Bauphase waren – nur damit es später zu keinen Diskussionen kommt. Hier am besten selbst entscheiden, ob nötig oder nicht…

Ebenso haben wir Baudielen in die Abflussrinne des Bordsteins gelegt, dann ist die Belastung der Bordsteinkante nicht so groß, wenn der LKW anrückt…

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