Da wir von der Terrasse „ebenerdig“ also mit gleichem Niveau auf unseren Rasen wollen (auch um für die Kinder keine weiteren Stolperkanten zu haben), haben wir uns entschieden das Niveau des Rasens/der Rasenfläche um einige cm anzuheben und an die Terrasse anzupassen. Kurz gesucht und fündig geworden – Mutterboden ist teuer, manchmal hat man aber auch Glück und er wird verschenkt, weil er einfach weg muss. Meistens ist der Transport allerdings das Schwierigste und das Teuerste. Wir hatten Glück, da an einer anderen Stelle in der Nähe Mutterboden weg musste, konnte uns dieser zur Verfügung gestellt werden.
So wurden uns ca. 45 Kubikmeter Mutterboden gebracht – 3 LKW-Ladungen. Da die Zufahrt von der Straße her noch möglich war (für den Hausbau hatten wir ein Stück Mauer entfernt) konnte der LKW rückwärts in den Gartenbereich einfahren und abkippen. Wir haben seeehr lange den Grund mit Schaufel und Schubkarre auseinandergezogen und verteilt…

erde1

Dann konnte ich endlich wieder die Mauer schließen (Mauersteine mit Beton ausbetoniert). Den Beton haben wir nicht selbst angemischt – ich hätte für 1/4 Kubikmeter 10x 20Kg Säcke (Beton, Kies, Sand) selbst holen müssen, aufladen/abladen und im Mischer anrühren und das ganze für 27€. In der Nähe haben wir eine Fertigbeton-Firma. Dort konnte ich die gleiche Menge im Hänger holen – das ganze mit Verzögerer für 35€. Die Mehrausgaben von 8€ sind definitiv kreuzschonender, zeitsparender und lohnen sich hier auf jeden Fall!

mauerbeton

Zum Nachbar hin haben wir (um den Holzzaun zu schützen und Höhendifferenz auszugleichen) ebenfalls Mauersteine verarbeitet. Hier haben wir allerdings nur ein Schotterstreifen hergestellt, diesen verdichtet und dann die Mauersteine (jeweils 2 Stück übereinander versetzt) trocken gesetzt. Die Steine haben wir dann mit Grund/Erde aufgefüllt, diese eingeschlämmt und verdichtet. Oben haben wir etwas Platz gelassen (ca. 10 cm) um später Blumenerde einzubringen und etwas zu pflanzen…
Den Mutterboden haben wir dann gefräst, gerecht und gerade gezogen – wie wir finden: hat gut geklappt!

gefraesst

Jetzt mussten wir den Höhenunterschied zum Hof hin irgendwie „abfangen“. Zuerst haben wir unsere drei Findlinge (die hatten wir schon) auf ihre Position gesetzt und dann wollten wir die „Lücken“ dazwischen mit Steinen füllen.

trockenmauer1

Fertige (Beton-)Mauersteine kosteten uns zu viel – der Stückpreis lag bei 9€ aufwärts. Glücklicherweise gibt es in unserer Region auf und in den Feldern den sogenannten Jurakalkstein. Mit diesen Steinen sind hier in der Region bereits vor langer Zeit Gebäude und Mauern gebaut worden – da der Rohstoff eben vor Ort in ausreichender Menge war. Für uns also eine „heimische“ Variante, die uns auch gefällt!
Die Bauern erfreuen sich natürlich nicht diese Steine in den Feldern zu haben und meistens ziehen sie diese Steine in eine Ecke am Feldrand und sie sind froh, wenn die Steine jemand „abholt“ und verwerten kann. Natürlich ist die Erlaubnis des Besitzers/des Bauern vorausgesetzt! So haben wir uns diese Kalksteine in mehreren Fahrten geholt und angefangen eine Trockenmauer zu setzen.

trockenmauer2

Wir haben es etwas „geschwungen“. Die Steine wurden auf einen tragfähigen Untergrund gesetzt (verdichteter Schotter), und dann wird fleißig gepusselt – welcher Stein passt am besten auf den anderen Stein – Erde auf die Steine geworfen, nächster Stein obendrauf, einschlämmen. Anleitungen für eine Trockenmauer gibt es zuhauf im Netz. Passenderweise hatten wir auch recht viereckige Steine und zwei relativ „gerade“ Steine, die wir zu einem kleinen Treppenaufgang zur Terrasse gesetzt haben: so ist es möglich von der Terrasse in den Hof zu gelangen.

gartenstufen

Den Pflanzstreifen direkt an der Terrasse haben wir gleich dick mit Rindenmulch belegt, damit das Unkraut nicht so stark kommt (es kommt trotzdem – man kann es nur leichter herausziehen). Wenn man es 10-15cm dick auflegt, soll angeblich kein Unkraut mehr durchkommen. Unkrautsamen der von oben auf den Rindenmulch fällt (Wind, Vögel, etc.) wird trotzdem keimen…

blumenstreifen

Meine Familie überraschte mich zu meinem Geburtstag mit einem Fahnenmast – den ich mir zugegeben schon lange gewünscht habe! Loch gebuddelt, Gartenbeton gekauft und einbetoniert. Gartenbeton oder Landschaftsbaubeton lässt sich leicht „anrühren“ – wobei es eigentlich kein Rühren ist: Beton (in Pulverform) ins Erdloch schütten, Wasser drauf – fertig. Es ist kein umrühren nötig – fest nach 60 Minuten, trocken und belastbar nach 24 Stunden! Klasse Zeug für Zaunpfosten, Masten, Wäschespinnen, etc. eben alles was keine DIN-gerechte Verarbeitung braucht.

Fahne

Endergebnis Trockenmauer:

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hof2

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