Zunächst war ich doch erfreut zu sehen, dass eine so rege Teilnahme an der Veranstaltung herrschte. Ich schätze mal es waren so ca. 200 Leute.

Zu Beginn erörterte Hr. Bothe nochmal die Situation zum Ausbau bezüglich der Leerrohre und dessen Stand. Die Anbindung für Offstein und Hohen-Sülzen erfolgt (als letztes) über Worms-Heppenheim. Das Glasfaserkabel liegt bereits an der Gemarkungsgrenze zwischen Offstein und Heppenheim. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate wird die benötigte Infrastruktur für die Anbindung umgesetzt (dies beinhaltet die Verlegung der Leerrohre zum Ortsrand und Innerorts sowie das setzen der Verteilerkästen bzw. Kabelverzweiger im Ort). Die geplante Anbindung soll im 3. Quartal 2012 erfolgen, wobei der Termin natürlich nicht verbindlich ist.

Der Vortrag durch Firma Inexio war sehr verständlich gehalten – trotz einiger Rückfragen – aber man kann ja auch nicht von jedem erwarten, dass man sich so gut mit der Materie auskennt. Besonderheit bei der Anbindung: Die VG Monsheim wird über eine Ringleitung versorgt, was die Ausfallsicherheit deutlich erhöht. Die maximale Anschlusslänge der „letzten Meile“ (über Kupfer) wird immer unter einem Kilometer sein, was die Bandbreite natürlich deutlich erhöht.

Zuletzt wurde die Tarife vorgestellt – siehe hierzu auch:
http://www.myquix.de/

Die dortigen Preise stellen einen „Basisanschluss“ dar (eine Rufnummer), heißt: wer mehrere Rufnummern benötigt (siehe ISDN bei der Telekom) muss mit einem monatlichen Zuschlag von 5€ rechnen.
Ein DSL-Modem ist in jedem Tarif dabei, ein WLAN-Router allerdings erst ab den Tarifen 25.000kBit/s. Die WLAN-Router werden vom Hersteller AVM (Fritzbox) geliefert.

Die Aussage von Frau Schramm (Inexio), dass nur die gelieferte Hardware zu verwenden ist, teile ich nicht ganz, denn bei allen Tarifen bis 16.000kBit/s ist es die gleiche Technik wie bei der Telekom und es sollte kein Problem sein eine vorhandene Hardware wie z.B. die neueren Fritzbox-Modelle (ab Fritzbox 7050 aufwärts) nutzen zu können. Für alle anderen Modelle gilt: der Router muss zwingend ADSL2+ unterstützen. Selbst wenn die vorhandene Hardware kein ADSL2+ unterstützt, kann z.B. ein WLAN Router „hinter“ das DSL-Modem von Inexio angeschlossen und genutzt werden.

Ab den Tarifen 25.000kBit/s und höher ist die Technik VDSL nötig. Hier macht es Sinn die Hardware von Inexio zu nutzen.

Hier die wichtigsten Infos kurz zusammengefasst:
–> Nicht selbst beim vorhandenen ISP kündigen (wegen der Rufnummernportierung) und keine Vertragsänderungen vornehmen (sonst verlängert sich der Vertrag wieder auf 24 Monate!)
–> Die Vertragslaufzeiten beim vorhandenen ISP können unter Umständen den Anschluss an Inexio verzögern
–> Die Technik bis (inkl.) 16.000kBit/s entspricht der ADSL2+ Technik
–> Alles ab 25.000kBit/s entspricht der VDSL Technik
Sollte also ein kleiner Tarif gewählt werden kann der ohne weiteres bis zu 16.000kBit/s aufgestockt werden, bei größeren Tarifen (ab 25.000kBit/s) wird eine andere Technik benötigt und somit eine Pauschale von 99,95€ berechnet (sollte während des Vertrages die Bandbreite auf Wunsch des Kunden erhöht werden).

Ich selbst werde mich wohl für einen 16.000kBit/s entscheiden, denn zum surfen reicht der allemal und da ich keine erweiterten Dienste wie z.B. TV über Internet nutzen werde, sehe ich nicht den Bedarf für eine größere Bandbreite (viele der heutigen Downloadportale – die „Gegenstellen“ – bieten sowieso nicht mehr als 16.000kBit/s an). Sollte man mit dem Gedanken spielen eventuell doch TV über Internet zu schauen, ist es sicherlich ratsam auf die VDSL-Technik zu setzen und mit dem 25.000kBit/s Tarif anzufangen.

Bei Firma Inexio ist das Thema „TV“ über Internet schon in Planung, aber durch eigene Aussagen von Inexio wohl nicht in den nächsten zwei Jahren zu erwarten.

Gerade noch eingefallen: eine vorhandene T-Online E-Mailadresse (…@t-online.de) kann nicht „portiert“ werden! Wer also unbedingt seineT-Online E-Mailadresse behalten mag, kann gegen eine Gebühr von 2€ pro Monat (gehen an die Telekom) diese weiternutzen. Ich empfehle allerdings diese einfach auslaufen zu lassen und eine Adresse von Inexio zu nutzen (…@myquix.de). In allen Tarifen sind 2 E-Mail Adressen bei Inexio enthalten (einmal alle Freunde und Bekannten aus dem Adressbuch von der neuen E-Mailadresse aus anschreiben um die neue Mailadresse bekannt zugeben).

5 thoughts on “Inexio-Infoveranstaltung in Offstein

  1. hört sich spannend an was da auf dem Land abgeht. 😉

    Tipp zur Mailadresse von meiner Seite:

    Nicht von einem Anbieter abhängig machen.
    Warum nicht gleich ne eigene Domain mit der Endung .de nutzen?

    Ist nicht so teuer und wechselt man den ISP ist die Adressen davon unberührt.

    😉

    Unter http://www.denic.de könnt ihr prüfen ob der Wunschname noch frei ist

  2. Das Einzige Problem dürfte sein, dass auch die Telefonie via DSL stattfindet. Daher ist die bei der Telekom übliche Kombination Splitter / Telefondose hier hinfällig und man braucht zum Modem nur noch ein Kabel. Bei den alten Fritzboxen war hier noch ein Y-Kabel dabei (Ein Ende Box, die anderen Beiden Telefon + Splitter) – das wird nicht funkionieren (Selbstversuch 🙂 )

  3. Man hat uns gestern erzählt es sei kein VoIP! Somit müssten die analogen Telefone über deren Box angeschlossen werden?! Oder meinst Du das z.B. die Fritzbox nur mit einem Netzwerkkabel angeschlossen wird? Das ist aber klar…

  4. Pingback: DSL in Offstein

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