Weil mich viele angesprochen haben und ich jetzt oft erzählt habe, hier eine Zusammenfassung:

 

Was ist passiert?

Whatsapp wurde an Facebook für 19 Milliarden US Dollar verkauft (quasi über Nacht – es drang nichts an die Öffentlichkeit), obwohl der Besitzer Jan Koum noch erst vor ein paar Wochen sagte, dass Whatsapp nicht verkauft werden würde.

Ist doch nicht schlimm, oder?

Ansich nicht, aber aus Sicht Deiner Daten JA! Fakt ist, dass technisch bedingt die Kontakte aus Deinem Adressbuch inkl. aller Nummern und den im Kontakt hinterlegte Daten wie z.B. Geburtstag sowie alle gesendeten Bilder und Texte aus den Chats auf einem Server in den USA bei Whatsapp liegen und dort gespeichert sind.

Das war doch vor dem Kauf auch schon so, oder?

Ja war es – die richtige Frage wäre: wieso kauft Facebook Whatsapp wo sie doch selbst bereits eine stark verbreitete Nachrichten-App haben mit der man Chatten kann?! Nun ja, weil Facebook eine starke Interesse an Deinen Daten hat – nämlich soviel, dass etwa 40 US Dollar pro Benutzer ausgegeben wurden für den Kauf.

Und was machen die mit meinen Daten?

Das ist die große Frage in dem ganzen Spiel – man weiß es im Vorfeld nicht, man weiß allerdings, dass Facebook schon immer jede Menge Daten gesammelt hat (Datenkrake) und immer wieder neue Möglichkeiten der Datenverknüpfung (Bild, Foto, Aufenthaltsort, Texte, Interessen und so weiter) und somit ein Profiling der Nutzer möglich gemacht hat. Eine einfaches Löschen Deiner Daten bei Facebook ist übrigens immer noch nicht möglich! Benutze einfach mal google….

Und was ändert sich nun für mich bei Whatsapp?

Erstmal nichts. Bis auf die Tatsache, dass Facebook Deine Daten nun hat und sie verwenden kann und wird und Du nicht beeinflussen kannst was mit den Daten gemacht wird.

Gibt es Alternativen zu Whatsapp?

Klar! Jede Menge – eine gute Alternative ist Threema. Siehe hierzu auch mein Post „Whatsapp geht an Facebook“. Die Community wird sich mit Sicherheit spalten zu den „Whatsapp-weiter-benutzer“ und zu den „Sicherheit-ist-mir-nicht-egal-User“ die sich eine Alternative zumindest mal anschauen.

Warum empfiehlst Du und einige technik-Blogs Threema?

Weil Threema eine sehr sichere und recht günstige Lösung bietet. Man kann die Nachricten verschlüsselt senden von Endgerät zu Endgerät. Das ganze macht die Software und Du musst garnichts dazutun – die Software macht das alleine. Man muss halt einmal zu Beginn seine ID in Form eines Barcodes auf dem Display abscannen lassen von dem „Gegenüber“. Lies doch mal hier die Anleitung durch: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verschluesselnde-WhatsApp-Alternative-Threema-So-funktioniert-der-Wechsel-2119643.html?wt_mc=rss.ho.beitrag.rdf oder hier vom Hersteller: https://threema.ch/de/howtouse.html Übrigens ist auch Gruppenchat und das Senden von Bildern etc. möglich!

Ui – Threema kostet aber 1,79€ geht das nicht günstiger?

Gegenfrage: Was ist Dir Sicherheit und die Möglichkeit der Selbstbestimmung (im Bezug auf Deine Daten) wert? Investiere doch mal die 1,79€ in die Sicherheit Deiner Daten und teste doch mal Threema. Nach dem Test entscheidest Du Dich einfach und überlegst, ob Du nicht ganz auf Whatsapp verzichten magst/kannst.

OK und reicht es nun einfach die Whatsapp-App zu löschen oder was muss ich tun?

Nein! Nur die App zu löschen reicht nicht. Bevor Du die App löscht, musst Du in Whatsapp auf Einstellung gehen und dort „Account löschen“ anklicken. Erst dann werden die Daten auf den Servern gelöscht. Nun kannst Du Whatsapp auf Deinem Gerät löschen.

Ey Andy, das ist mir zu kompliziert – kannst Du mir helfen?

Klar! Kein Thema – sprich mich an und ich helfe Dir gerne!

 

weiterführende Links in den Kommentaren oder bei Google…

2 thoughts on “Whatsapp und tschüss!

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